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Wie wird Nylon 6,6 hergestellt? (Vorbereitungsanleitung)

Nylon 66 , auch bekannt als Polyamid 66, ist einer der am häufigsten verwendeten technischen Kunststoffe weltweit. Der Herstellungsprozess ähnelt dem „Kochen von Suppe“ und dem „Nudeln ziehen“ in einer Küche, wobei präzise Proportionen und kontrollierte Erhitzung im Vordergrund stehen.


Hier sind die vereinfachten Schritte zur Herstellung von Nylon 66:

Schritt 1: „Nylonsalz“ herstellen

Genau wie bei der Zubereitung von Salzwasser werden in der Fabrik zunächst zwei Hauptrohstoffe (Adipinsäure und Hexamethylendiamin) in Wasser gemischt. Diese beiden Rohstoffe reagieren und bilden eine weiße kristalline Substanz, die allgemein als „Nylonsalz“ bekannt ist.
Warum das tun? Denn diese beiden Rohstoffe müssen im perfekten Verhältnis 1:1 vorliegen, damit das fertige Nylon von guter Qualität ist. Durch die Verarbeitung zu „Salz“ ist ein absolut präzises Verhältnis gewährleistet.


Schritt 2: „Dehydratisierung“ und Raffinierung bei hoher Temperatur

Das Nylonsalz wird in einen Reaktor, ähnlich einem Schnellkochtopf, gegeben und kontinuierlich erhitzt und unter Druck gesetzt.
Wasser entfernen: Beim Erhitzen verbinden sich diese „Salz“-Moleküle und „schleudern“ gleichzeitig das überschüssige Wasser heraus.
Bildung langer Ketten: Wenn das Wasser entfernt wird, werden die Molekülketten immer länger und die anfänglich dünne Flüssigkeit wird zunehmend viskos und verwandelt sich schließlich in ein geschmolzenes Nylon, das transparenter Maltose ähnelt.
Unterschied zu Nylon 6 : Im Vergleich zu Nylon 6, das mit nur einem Rohstoff „selbstzyklisieren“ kann, ist Nylon 66 auf die „Paarung“ dieser beiden Rohstoffe angewiesen, was zu einer kompakteren Molekularstruktur führt.


Schritt 3: Abkühlen und Granulieren

Sobald die „Maltose“ fertig ist, wird sie durch schmale Schlitze am Boden des Reaktors herausgedrückt und bildet lange, dünne Stränge.
Wasserkühlung: Diese heißen Stränge werden in einem kalten Wasserbad schnell abgekühlt und werden sofort hart.
In kleine Stücke schneiden: Eine Maschine schneidet diese harten Stränge in kleine, durchscheinende Körnchen. Bei diesem Granulat handelt es sich um Nylon 66-Chips, die als Rohstoff für die Weiterverarbeitung dienen.


Schritt 4: Dehnen und Formen

Soll das Material zu Fasern verarbeitet werden (z. B. für Kleidung oder Seile), werden diese Scheiben wieder geschmolzen und dann durch eine Düse ähnlich einem Duschkopf extrudiert.
Physikalische Dehnung: Die extrudierten Filamente durchlaufen dann einen entscheidenden „Streck“-Prozess. Durch kräftiges Ziehen werden die Moleküle besser ausgerichtet. Je stärker die Dehnung, desto stärker und haltbarer ist der resultierende Nylonfaden.